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Die niederländische Sprache

Die Niederländische Sprache, von den Niederländern selbst als Nederlandse taal bezeichnet, ist eine indogermanische Sprache und wie das Deutsche auch eine westgermanische Sprache.  Aus diesem Grund gibt es viele Gemeinsamkeiten, allerdings aber auch Unterschiede zwischen den beiden Sprachen. Grosse Ähnlichkeit mit dem Niederländischen hat das Afrikaans, denn es ist eine Halbkreolsprache, die aus dem Neuniederländischen des 17. Jahrhunderts entstanden ist und heute noch Amtssprache in Südafrika ist.

Niederländisch ist die Muttersprache von rund 25 Millionen Menschen; Amtssprache ist Niederländisch nicht nur in den Niederlanden und in Belgien, sondern auch in vielen der ehemaligen Kolonien. In Belgien wird das Niederländische auch Flämisch (Vlaams) genannt und wird von der flämischen Bevölkerung gesprochen. Da das Niederländische also in mehreren Ländern mit unterschiedlicher Ausprägung gesprochen wird, handelt es sich um eine plurizentrische Sprache (vgl. Geerts 1992). Dennoch sind die Niederländer und Belgier darum bemüht, dass die Sprache gepflegt wird und dass eine gemeinsame Orthographie und Grammatik verwendet wird. Zu diesem Zweck wurde am 9. September 1980 die Niederländische Sprachunion (Nederlandse Taalunie) gegründet; seit dem 12. Dezember 2003 ist auch Suriname Mitglied dieser Union.

In der deutschen Umgangssprache wird das Niederländisch häufig Holländisch genannt, was jedoch nicht korrekt ist: Das Holländische ist lediglich ein Dialekt, der im Westen der Niederlande gesprochen wird. Bis ins 19. Jahrhundert nannte man das Niederländische Nederduits, erst später setzte sich der Terminus Nederlands durch. Auch im Mittelalter wurde die niederländische Sprache Diets genannt, was wie auch Deutsch soviel wie „Volkssprache“ heisst (auch die englische Bezeichnung Dutch kommt daher).

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