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Werbung im Internet

Das World Wide Web bietet uns rund um die Uhr viele Möglichkeiten. Mit einem Klick eine Reise buchen, mit den besten Freunden chatten oder das neue Outfit kaufen und direkt nach Hause senden lassen. Die Vielfalt des Internets ist auch Institutionen und Unternehmen nicht verborgen geblieben, die gezielt ihre Werbung online platzieren. Es existieren, wie in der klassischen Werbung, unterschiedliche Möglichkeiten von Werbemitteln und Werbeträgern. Die sogenannte Bannerwerbung ist das überwiegend verwendete Werbemittel im Internet. Banner setzen sich in der Regel aus verschiedenen Textformen sowie Logos, Grafiken und/oder Bildern zusammen. Sie sind in eine Website integriert, bieten durch sogenannte Hyperlinks unterschiedliche Interaktionsmöglichkeiten und sind meistens in einem rechteckigen Format erstellt. Die Hyperlinks dienen dabei einer direkten Verlinkung mit dem jeweiligen Werbetreibenden. Ein Klick auf den Hyperlink genügt und man gelangt auf die Seite des Unternehmens. Es gibt drei wesentliche Unterscheidungen von Bannern:

1. Statischer Banner
- besteht aus einem Hyperlink.
- die Aufmerksamkeit wird lediglich durch ein statisches Bild (Werbemotiv) erzielt.
- ist zu vergleichen mit einer traditionellen Werbeanzeige.

2. Animierter Banner
- hier können bewegte Bilder abgespielt werden, zum Beispiel Gif- oder Flashanimationen.
- durch diesen optischen Reiz (Animation/Gif-Bilder oder Flash) soll stärkere Aufmerksamkeit erzeugt werden.

3. Interaktiver Banner
- ermöglicht, dass u.a. Menüs, Spiele oder Formulare gleichzeitig innerhalb eines Banners angeboten werden.
- Besteht nicht ausschließlich aus einer Grafik oder Animation, sondern aus mehreren HTML-Elementen und ermöglicht somit eine „Interaktivität".

Eine weitere Alternative ist die Pop-up Werbung. Sie wird oft als lästig empfunden, da ein Pop-up automatisch auf dem Bildschirm erscheint und häufig einen versteckten Schließbutton verfügt, um eine längere Verweildauer zu erreichen. Andere oft als störend empfundene Werbemittel sind Werbemailings oder Newsletter. Nimmt man beispielsweise an einem Gewinnspiel teil, kann es passieren, dass beim Eingeben der persönlichen Daten automatisch ein Zulassen von Werbemails gestattet wird. Dasselbe gilt für den Newsletter, der in Form eines „elektronischen Mitteilungsblatts" den Empfänger über die aktuellsten Informationen des jeweiligen Unternehmens in Kenntnis setzen soll. Im Gegensatz zu dem Werbemailing kann ein Newsletter durch seinen Inhaltsbezug aber zielgruppenorientierter eingesetzt werden, wenn der Nutzer den Newsletter unter dem Aspekt des informativen Interesses abonniert hat.

Das Internet bietet Unternehmen günstige Werbemöglichkeiten. Ein Werbevideo in Form eines Werbespots im Internet abzuspielen, ist wesentlich günstiger, als ihn im Fernsehen senden zu lassen. Je nach Sendezeit variieren die Kosten, im Internet hingegen ist er 24 Stunden am Tag und zu besseren Konditionen zu sehen. Häufig fällt das Video deshalb online länger aus als der TV-Spot. Es existieren noch viele weitere Möglichkeiten der Internet-Werbung, wie Werbesponsoring, Audiobanner oder Coupons. Alle haben aber eines gemeinsam, nämlich die Reichweite und den ganztägigen Zugriff auf sie. Werbung im Internet ist gegenüber der klassischen Werbung vor allem wegen der weitaus größeren Zielgruppenansprache vorteilhaft.

Werbeträger sind im Internet genauso wichtig wie für eine klassische Werbekampagne. Der Werbeträger ist für die Platzierung der Werbung zuständig. Unterteilt sind diese in verschiedene Werbevarianten wie Suchmaschinen, Werbeträgersites oder Blogs.

a) So erscheint zum Beispiel, bei der Eingabe bestimmter Schlüsselwörter in Suchmaschinen im oberen Teil der Ergebnisliste sowie am rechten Bereich des Displays, automatisch eine Werbeanzeige. Gibt man etwa ein bestimmtes Reiseziel ein, wird meistens die Werbung eines Reiseanbieters oder eine Anzeige für eine Website, die für günstige Flugtickets wirbt, auf dem Bildschirm sichtbar.

b) Die Internetauftritte von Sat1 oder Vodafone sind konventionelle Werbeträgersites. Auf ihnen werden Werbemittel platziert, um Kunden zu werben. Diese Seiten nennt man auch Common-Interest-Sites. Das bedeutet, dass bei ihnen keine Eingrenzung der Zielgruppe besteht. Special-Interest-Sites hingegen sind Werbeträgersites, die auf bestimmte Zielgruppen und ihre Interessen zugeschnitten sind. Bei jemanden, der sich für Golfsport interessiert, besteht auch das größere Interesse, über die bestimmten Artikel informiert zu werden und wählt demzufolge eine Internet Seite, die sich ausschließlich auf das Thema Golfsport spezialisiert hat, aus.

c) Blogs sind elektronische Tagebücher, in denen persönliche Erfahrungen und Themen eines Bloggers festgehalten werden. In den letzten Jahren nehmen die Blogs unter anderem auch Einfluss auf Trends und beeinflussen somit auch die individuellen Kaufentscheidungen. Unternehmen können entweder eigene Blogs führen und hier für ihre Produkte werben, oder sie beteiligen sich an dem Dialog der User, indem sie redaktionelle Beiträge in den privaten Blogs für die Community verfassen. Natürlich ist ferner die Möglichkeit gegeben in Blogs, Special-Interest-Sites Banner auf den Seiten zu schalten.

Die Internet-Werbung nimmt im Zuge der Entwicklung und Wichtigkeit des World Wide Webs eine wesentliche Rolle ein, die von Unternehmen und Institutionen berücksichtigt werden muss. Es ist ein Trend, der dem Werbetreibenden neue Chancen und eine Erweiterung seiner Werbemittel und Werbeträger ermöglicht.

 

Verwendete Literatur: Dannenberg M./ Wildschütz F.H.: Erfolgreiche Online-Werbung. Werbekampagnen planen, umsetzen, auswerten. Göttingen 2006.

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